Geschichte

Der Ort Langenholthausen

 

Die erste uns bekannte Erwähnung von Langenholthausen stammt aus einer Urkunde, in der Graf Dietrich von Limburg ( Hohenlimburg ) dem Ritter Hunold von Oedingen die Freigrafschaft Langenholthausen im Jahre 1270 als limburgisches Lehen verliehen. Dieser Hunold von Oedingen war eine Zeitlang Kölnischer Marschall von Westfalen.

Von dem Rittergut Langenholthausen ist bis heute die mittelalterliche Mühle mit einem Wehr, dem Mühlenteich und einem Wohnhaus gut erhalten. Diese Mahlmühle wurde nach dem 2. Weltkrieg noch viele Jahre betrieben.

Zu Langenholthausen gehören die Ortsteile Benkamp, im Ursprung war der Hof Gödde auch ein Lehnsgut des Kurfürsten von Köln, Kesberg und Dieken. Die Langenholthauser haben als Freigrafschaft über Jahrhunderte hin ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit bewahrt, bis sie wie die übrigen Ortsteile im Jahre 1975 in die Stadt Balve eingemeindet wurden.

Sie haben sich den dörflichen Charakter in ihrem Ort mit einem intakten Vereinsleben erhalten.

Zahlreiche aktive Vereine gestalten das Leben in der Gemeinde interessant und abwechslungsreich und sind weithin bekannt für ihre Aktivitäten. Dazu zählen die Schützenbruderschaft St. Johannes besteht seit 1831.

Der Sportverein TuS Langenholthausen e. V. 1919, mit den Abteilungen: 1 + 2 Mannschaft, Altherrenmannschaft, Jugendabteilung (C, D, E, F, G- Mannschaften), Aerobic- und Tanzabteilung. Eigenen Kunstrasenplatz und Vereinsheim.

Die Katholische Frauengemeinschaft, Männergesangverein, der Frauenchor und die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Musikzug.

Zu Kulturträgern gehören aber auch „Der Historische Verein“ und der Plattdeutsche Kreis, die neben der Geschichts- und Brauchtumsforschung auch die heimische Mundartpflege betreiben.

So gibt es noch eine Kirchengemeinde die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes mit einer Kirche, deren Gestaltung des Innenraumes die Besucher überrascht. Sie ist einen Besuch wert. Die Gemeinde gehört zum Pastoralverbund Oberes Hönnetal

Die Grundschule nimmt heute auch die Schülerinnen und Schüler des Ortsteiles Mellen und von Balve- Süd auf.

Krabbelstuben und Kindergarten zeugen von großer Eigenverantwortung der Bewohner. Langenholthausen liegt innerhalb einer Mittelgebirgslandschaft, umrahmt von Wiesen, Feldern und noch weitgehend intakten und forstwirtschaftlich gut gepflegten Wäldern.

Die Umgebung lädt ein zu Wanderungen in den Balver Wald, über Mellen zur Sorpetalsperre, über den Steltenberg nach Affeln usw.

In Langenholthausen mündet die Wellingse in die Borke.

Wenn man an dem kleinen Bach, der Wellingse, entlang geht und am Ortsausgang in Richtung Affeln abbiegt, gelangt man in eines der schönsten Täler des Sauerlandes, das Diekental. Es ist bis heute natürlich geblieben, ohne daß der Mensch stark regulierend eingegriffen hätte.

Dem Wanderfreund bietet Langenholthausen einen idealen Ausgangspunkt für Wandertouren, sowie durch die Eichen- und Buchenwälder der Umgebung, die 2/3 des Gemeindegebietes ausmachen.

Ausgangspunkt für den Bergbauwanderweg (7,5 km) ist der Kirchplatz.

Wenn man am Ende der Wanderstrecke im Gasthof Habbel einkehrt, wird man als Gast und Wanderer mit Schinkenbroten und gut gekühltem sauerländischen Bier verwöhnt.

Wandertipp: Bergbauwanderweg – Rund um die Luisenhütte Wocklum – Sauerland Waldroute.

Viele Langenholthausener kehren entweder schon nach dem Studium oder nach erfülltem Arbeitsleben in ihr Heimatdorf zurück, vermutlich aus Sehnsucht nach einem lohnenswerten Leben umgeben von Freunden, Verwandten und Nachbarn.

Zum Dorfleben gehört die Pflege des Brauchtums. Das Dreikönigssingen in Langenholthausen hat hier eine besondere Bedeutung, stammt doch das Dreikönigslied in der plattdeutschen Version nach Polenz hier aus dem Dorf.